Videogames werden nicht nur von Kindern & Jugendlichen gespielt

Aus der Acta-Studie (Allensbacher Computer- und Technik-Analyse) von 2008 geht hervor, dass von den etwa fünf Millionen in Deutschland lebenden Jugendlichen (14-19 Jahre) über 70 Prozent zumindest gelegentlich Videogames spielen. Dies verwundert natürlich kaum, da sie in einer multimedialen Welt aufgewachsen sind. Wie häufig aber setzen sich die so genannten Älteren bzw. Senioren vor den Computer, die Konsole & Co.?

Wie alles Anfing

Theoretisch hätte Großvater von Anfang an dabei sein können. 1952 lief zum ersten Mal ein Spiel mit Bildschirmanzeige auf einem Computer. Sein Name war OXO, ein Tic-Tac-Toe-Spiel. Von da an nahm der Fortschritt seinen Lauf und entwickelte sich in zwei Richtungen: 1972 stellte Atari seine Pong-Automaten in die Spielhallen, Kinos und Einkaufszentren dieser Welt. Das weltberühmte Ping-Pong-Spiel legte den Grundstein für das digitale Spielen, das sich bald per Konsole in die heimischen Wohnzimmer verlagerte. 1979 ermöglichte die Atari 2600-Konsole Space Invaders von der Couch aus zu bekämpfen. Als 1982 dann der Commodore 64, der erste erschwingliche Heimcomputer, auf den Markt kam, entstand eine Alternative zu den Konsolen. Begünstigt durch den Video Game Crash in den USA von 1983 holte der C64 schnell an Beliebtheit auf. Erst das Nintendo Entertainment System aus Japan konnte 1987 den Konsolen die Marktanteile zurückerobern.

Überraschender Altersdurchschnitt der Zocker

Auch heute bleibt der Klassiker unter dem Weihnachtsbaum das PC- oder Videospiel, geschenkt von den Eltern für die Kinder. Dabei gönnen sich die Erwachsenen häufig selbst den digitalen Spaß. Das Durchschnittsalter eines Spielers liegt in Deutschland bei 35 Jahren. Quer durch alle Altersgruppen wird gespielt: Knapp 40 Prozent der 30- bis 39-Jährigen spielen zumindest gelegentlich, etwa 25 Prozent von ihnen bezeichnen sich sogar als „erfahrenen Spieler“. Mit höherem Alter werden die Anteile natürlich immer geringer, trotzdem setzen sich noch knapp 15 Prozent der 60- bis 64-Jährigen hin und wieder zum Spielen vor die Bildschirme. Die Qualität des Computerspielens ist dabei natürlich von Generation zu Generation unterschiedlich, die wenigsten 60-jährigen Gelegenheitsspieler sind bis tief in die Nacht online auf der Suche nach Items und Quest-Gegenständen. Demgegenüber feiern aber nicht nur Jugendlichen ausgiebige Game-Exzesse: Anfang des Jahrtausends legte das Moorhuhn ganze Firmen lahm, weil Angestellte sich hoffnungslos in der Jagd nach neuen Rekorden verloren – quer durch alle Altersschichten.

Fazit

Videogames bleiben eine Domäne der Jugend. Der Anteil der älteren Semester am Videospiele-Spaß ist jedoch nicht zu verachten. Handys für Frauen, Computerspiele für Alte. Hersteller von Computerspielen stellen sich darauf ein. Neue und „altersgerechte“ Spiele sollen weitere „reife“ und in der Regel auch zahlungskräftigere Spielerinnen und Spieler locken.

7 Kommentare

  1. Es kommt ja immer aufs Genre an. Frauen spielen lieber Puzzlespiele, Mädchen lieber Dress Up und Tierspiele, die Jungs spielen lieber Ballerspiele und die Männer Rennspiele…

    Alle haben eins gemeinsam, spielen gern… 😉

    Ich warte auf den Tag, an dem ich mir nen Helm aufziehe und ich in einer Parallelwelt meinen Traum als Fußballtrainer verwirklichen kann, doch dann werde ich bereits 70 sein, dafür ein junger Gott in der virtuellen Welt…^^

  2. hi Jan! Wow, das ist aber n cooler Blog! Ja, dann wollen wir mal testen, ob es mit dem doFollow hier auch passt.

    Ja, die Videogames…man kann nicht ohne sie leben aber auch nicht mit ihnen. Ich war mal ganz schwer halo ce süchtig, bin ich irgendwo immer noch, aber ich versuche abstinent zu bleiben, weil es mir einfach zu viel Zeit kostet und das Spielen ansich auch sehr stressig ist, wenn man stundenlang zocken muss. Naja, wird schon werden, wünsche Dir noch viel Erfolg beim Bloggen; ist auf jeden Fall n sehr cooler Blog!

    Gruss
    DoFollowBlogger

  3. Wir denken auch, dass Videospiele nicht nur von Kindern und Jugendlichen gespielt werden. Warum auch? Ich denke das ist ein sehr großes Vorurteil. Zumal die meisten Spiele auch erst im Höheren Alter interessant sind.

  4. Also das Frauen Puzzlespiele die meiste Zeit spielen halte ich für ein Klischee. Ich kenne viele Mädchen/Frauen die auch gerne mal GTA oder Medal of Honor ja sogar Resident Evil 4 spielen und das ist nur ein kleiner Teil der nennenswerten Spiele…

  5. Ist das wirklich richtig so oder sehe ich das falsch ? Meiner Meinung nach gehört da noch einiges Mehr dazu, als dass was in dem Beitrag steht.

  6. Die älteren Spieler, sind ja meist die, die auch in ihrer Jugend viel gezockt haben und haben es eben nicht aufgegeben. Ich finde es aber gut, dass auch Spiele extra für ältere Zielgruppen entwickelt werden sollen.

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