Das Stadion als Ausflugsziel

Die deutsche Fußball Bundesliga boomt und hat seit Jahren steigende Zuschauerzahlen zu verzeichnen. In der vergangenen Saison 2011/2012 besuchten im Durchschnitt etwa 44.200 Zuschauer ein Bundesligaspiel. Ein Zuwachs von etwa fünf Prozent im Vergleich zur Vorsaison. Förderlich für diese positive Entwicklung ist der außergewöhnliche Komfort und die Sicherheit in deutschen Stadien, nicht zuletzt befördert durch die zahlreichen Renovierungen und Neubauten für die Fußball Weltmeisterschaft 2006. So ist das Stadion zu einem beliebten Ausflugsziel, auch für Familien mit Kindern, geworden.

Vor dem Stadionbesuch steht zunächst der Kauf Eintrittkarten. Im Vergleich zu anderen europäischen Ligen, sind die Tickets für Bundesligaspiele immer noch preiswert. So kostet eine Eintrittskarte in England im Schnitt mehr als 40 Euro, während der durchschnittliche Eintrittspreis für Bundesligaspiele in der Saison 2011/2012 lediglich bei 22,75 Euro lag. Karten können direkt bei den Vereinen im eigenen Online-Shop oder per Telefon bestellt werden. Besonders bei Spielen der Topvereine, wie Bayern München, Schalke 04 oder Borussia Dortmund, ist es notwendig, sich frühzeitig um Tickets zu bemühen. Spiele von diesen Vereinen sind in der Regel frühzeitig ausverkauft und die Tageskassen am Stadion öffnen erst gar nicht.

Die Bundesligastadien verfügen, nicht zuletzt wegen der WM 2006, in der Regel über eine erstklassige Infrastruktur, was die Anreise mit dem PKW problemlos möglich macht. Allerdings muss nach den Spielen wegen des hohen Zuschaueraufkommens mit längeren Wartezeiten an den Ausfahrten der Parkplätze gerechnet werden. Als Alternative bietet sich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln an, die für den regionalen Verkehrsverbund oft schon im Ticketpreis enthalten ist. Für Besucher mit einer langen Anreise bieten die Vereine häufig Pakete an, die neben der Eintrittskarte auch die Übernachtung in einem nahegelegenen Hotel beinhalten.

Im Stadion angekommen erwartet die Besucher ein interessantes Rahmenprogramm, das i.d.R etwa 90 Minuten vor Spielbeginn beginnt. Zahlreiche Kioske in den Stadien sorgen für Speisen und Getränke, die oft mit einer stadioneigenen Bezahlkarte bezahlt werden. Sobald die Mannschaften das Feld betreten und das Spiel beginnt, gilt es die ganz besondere Atmosphäre mit lautstarken Fan-Gesängen zu genießen. Nun heißt es, dem Lieblingsteam die Daumen zu drücken und erstklassigen Spitzensport aus der Nähe zu erleben.

7 Kommentare

  1. Ist doch generell keine schlechte idee solange man es mit der familie zusammen macht und sich einen schönen tag macht. Allerdings sollte man die kosten für tickes essen etc dort nicht unterschätzen billig ist was anderes.

  2. Mir persönlich gefällt dieser Trend überhaupt nicht. Man hat in den Stadien doch mittlerweile 2 verschiedene gesellschaftliche Schichten. Auf der einen Seite sind die, die sich die teuren Sitzplatzkarten leisten können, auf der anderen Seite gibt es auf den Stehplätzen die sogenannten Ultras etc, die im Stadion ihr eigenes Ding machen und hofft völlig rücksichtslos agieren. Stichwort Pyro usw

  3. Ich gehe nur noch ungerne hin. Kommt aber auch auf die Gastmannschaft an. Die Randale im und auch vor dem Stadion sind einfach zu heftig geworden (im Vergleich zu vor 15 oder 20 Jahren).
    Und im Sinne des Entertainments sollte man sich mal ein paar neue Services ausdenken. Die innoviziellen Fanartikelverkäufer vor den Toren, Wurstbude und LED-Screen-Werbung … täglich grüßt das Murmeltier. Nett ist sowas wie http://www.mein-fanfoto.de. Aber sowas machen ja nicht die Vereine, sondern irgendwelche Dritten Anbieter.

  4. Gerade weil sehr viele Kinder selber Fußball spielen und Fan von einem Verein sind, macht ein Besuch des Stadions sehr viel Sinn. Den Vater freut es in der Regel auch wenn er dann mal wieder in das Stadion darf.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.